BozjakSo kann eine Mannschaft einfach kein Spiel gewinnen und schon gar nicht gegen den SV Hochlar 28 – immerhin Tabellenführer der Kreisliga A Ost. Mit 2:4 unterlag die Spvgg. II dem Titelaspiranten.



 
Und die Schwarz-Roten schlugen sich einmal mehr selbst. Obwohl es zu Beginn besser gar nicht hätte laufen können. Sebastian Bozjak fand bereits in der vierten Minuten mit seiner Ecke Dominic Petek, der zur 1:0-Führung einköpfte. Danach hieß es: Tief stehen, Räume schließen und auf Konter lauern. So bezwingt man durchaus auch mal den Spitzenreiter. Knapp 50 Minuten funktionierte dieses System prima. „Wir haben wenig zugelassen und sehr gut verschoben“, lobte Trainer Michael Blum daher seine Elf.

Ein Fehlpass in der 54. Minute brachte aber Hochlar zurück. Henning Marpe marschierte mehr oder minder unbewacht aufs Erkenschwicker Tor zu und schob den Ball zum 1:1 an Torhüter Jürgen Laugallies vorbei.
Sechs Minuten später hatten die Gastgeber wohl gar keine Lust mehr. Wieder spazierte Marpe unbedrängt durch den Strafraum, spielte quer zu Patrick Wiedemeyer, der das 1:2 markierte.

Auch Fabian Kudlek durfte sich allein im Duell mit Laugallies auszeichnen und ließ sich beim 1:3 nicht zweimal bitten (64.). „Wie kann man sich in zehn Minuten alles kaputt machen“, brüllte Laugallies frustriert über den Platz.
Es scheint an der mangelnden Einstellung zu liegen, am fehlenden Kampfgeist. „Die Trainingsbeteiligung stimmt nicht. Da fehlt die Luft, das Spielverständnis für den Mitspieler. Wir sind nicht eingespielt“, schnauzte Blum nach dem Abpfiff. Zurecht, denn seine Mannschaft war zu keiner Zeit in der Lage, gegen die nun stark spielenden Gäste noch einmal zurückzuschlagen.

Erst Torjäger Mohamed Ibrahim zeigte es seinen Mitspielern (89.). Er schirmte den Ball mit dem Körper ab und drosch das Leder aus der Drehung in die Maschen – nur noch 2:3. Die Gäste nutzten jedoch noch einmal das katastrophale Defenisverhalten der Spvgg. gnadenlos aus. Gordon Rotthoff behielt völlig frei vor Laugallies die Nerven und schob den Ball zum 2:4-Endstand ins Netz. Zuvor hatte Marpe mit einem überheblichen Heber die Entscheidung verpasst.

Michael Blum stellte sich nach Abpfiff auch selbst in Frage. Sicher ist sich der Spvgg.-Coach nicht, ob er noch der richtige Mann für den Job ist.

Von Florian Gleichforst

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