westfalia kinderhausBisher trafen beide Mannschaften zweimal in Westfalenligaspiele gegeneinander an.

 SPIEL 1: Westfalenliga Nachholspiel 1. Spieltag, Mittwoch, 30. September 2020, 19:45 Uhr (Sportanlage Große Wiese, Kunstrasenplatz)

Erster Saisonsieg: Spvgg. gewinnt in Kinderhaus mit 4:0
ovelhey kasakEndlich ist er da, der erste Sieg für die Spvgg. Erkenschwick in dieser Westfalenliga-Saison. Im Nachholspiel gewann das Team von David Sawatzki am Mittwoch Abend mit der besten Saisonleistung beim SC Westfalia Kinderhaus mit 4:0.

Die Spvgg. erwischte einen guten Start: Skandar Soltane, der nach einer Verletzungspause wieder in die Startelf gerückt war, wurde freigespielt. Er kam acht Meter vor dem Tor zum Abschluss, schoss aber SC-Torhüter Tim Siegemeyer an (4.). Danach hatte Kinderhaus mehr vom Spiel, erarbeitete sich aber nichts Zwingendes. Es entwickelte sich vor rund 250 Zuschauern – darunter auch 50 mitgereiste Spvgg.-Fans – ein sehr hektisches und emotionales Spiel. Es musste nachgeholt werden, da die für den ersten Spieltag angesetzte Begegnung coronabedingt verlegt werden musste.

Spvgg. behält einen kühlen Kopf

Doch die Schwicker behielten einen kühlen Kopf – vor allem bei Standardsituationen: Nach einem Freistoß von Soltane in der 13. Minute war der aufgerückte Innenverteidiger Andreas Ovelhey zur Stelle und brachte per Kopfball die Spvgg. in Führung.
Es folgten wütende Angriffe von Kinderhaus, die Spvgg. wackelte: Lucas Keysberg, der lange verletzt war und gestern seine Saisonpremiere feierte, sah früh die Gelbe Karte.

Andreas Ovelhey beweist Köpfchen
Dann ein Schockmoment für das Sawatzki-Team: Denn ein Diagonalball landete bei Fereira Dos Santos, der in den Strafraum eindringen konnte und abzog: Doch Spvgg.-Torwart Sören Stauder entschärfte die Situation mit einer starken Parade (26.).
Kinderhaus blieb am Drücker, aber die Spvgg. schaffte es, Entlastung zu schaffen. Und in der 35. Minute war es wieder Ovelhey, der per Kopf traf: nach einer Ecke von Soltane – 0:2.

Soltane trifft mit Flachschuss aus 18 Metern
Nach der Pause schalteten die Gäste noch einen Gang höher: Sie setzten den Gegner im Strafraum unter Druck: Behnan Sarikiz erzwang den Ballgewinn, legte ab auf Soltane, der aus 18 Metern abzog und auf 0:3 erhöhte (52.).
Doch damit nicht genug: Hatten die Schwicker bis zu diesem Spieltag erst drei Tore erzielt, so kamen sie gestern richtig in Torlaune: Wieder nach einer Standardsituation – Soltane hatte die Ecke getreten – erzielte Christoph Kasak mit einem Schuss aus der Drehung das Tor Nummer vier (56.).

David Sawatzki: „Endlich haben sich die Jungs belohnt“
Dann verflachte das Spiel, es war in dieser Phase geprägt von vielen Unterbrechungen wegen Verletzungen, Fouls und Wechseln. Und fast wäre noch das 0:5 gefallen: Doch beim Schuss von Sarikiz in der 86. Minute grätschte Joschka Brüggemann noch dazwischen, sodass es beim verdienten 0:4-Auswärtssieg blieb.
Entsprechend erleichtert war dann auch Coach Sawatzki: „Es ist ein megacooles Gefühl. Endlich haben sich die Jungs mal belohnt, der Knoten ist heute geplatzt. Ich hoffe, dass sie die zwei guten Leistungen ins Rödinghausen-Spiel mitnehmen und auch da erfolgreich sind.“

SC Westfalia Kinderhaus - Spvgg. Erkenschwick 0:4 (0:2)
westfalia kinderhausspvgg erkenschwick 2014Westfalia: Siegemeyer – Pietsch (46. Niehues), Brüggemann, Gogoll, Sammerl (59. Rottstegge), Alic – Rensing, Schöneberg – Liebert (66. Touray) – Whitson, Kreutzer (59. Guimares) – Trainer: Marcel Pielage
Spvgg.: Stauder - Tottmann, Ovelhey (82. Heine), Kasak, Keysberg (58. Boachria) - Gökdemir, Sarikiz, Seklawi, Soltane (77. Umar), Kaya, Schuwirth (46. Stöhr) - Trainer: David Sawatzki
Tore: 0.1 Andreas Ovelhey (12.), 0:2 Andreas Ovelhey (35.), 0:3 Skandar Soltane (53.), 0:4 Jyhad Saklawi (58.)
Schiedsrichter: Gürhan Celik (Menden)
Zuschauer: 200

 
 SPIEL 2: Westfalenliga, 7. Spieltag, Sonntag, 10. Oktober 2021, 15 Uhr (Jule-Ludorf-Sportanlage)

Nichts für schwache Nerven: Spvgg. Erkenschwick schlägt Kinderhaus
isensee wortmannVor einer Woche erzielte die Spvgg. den erlösenden 2:1-Treffer gegen den SC Peckeloh in der 88. Minute. Gegen Westfalia Kinderhaus spannt Schwarz-Rot die Fans bis in die Nachspielzeit auf die Folter. Stefan Oerterer trifft dreifach.

Es ist ja keine Frage: Diese Saison hatten sich bei der Spvgg. Erkenschwick alle anders vorgestellt. Aber es soll keiner behaupten, am Stimberg würde nichts geboten. Beim 5:3-Erfolg gegen Westfalia Kinderhaus zeigte die Spielvereinigung auf der Jule-Ludorf-Sportanlage alles, was Amateurfußball ausmacht: groteske Fehler, großen Kampf, herrliche Treffer und einen Spielverlauf, der 160 zahlenden Zuschauern die Schweißperlen auf die Stirn trieb.

Los ging es Spvgg. typisch: mit einer verpassten Chance und einem Gegentor. Fabian Witt traf für Kinderhaus (5.). Und was immer Trainer David Sawatzki und seine Elf sich vorgenommen hatten – es flog umgehend in die Tonne. Die Gastgeber reagierten, wie eine Mannschaft reagiert, die in der Liga viele Nackenschläge eingesteckt hat: nervös. Die Folge: So viele Fehler im Pass- und im Stellungsspiel, dass kein Trainerassistent sie hätte notieren können.

Spvgg. zur Pause fast schon geschlagen
Daniel Schürmann markierte nach 20 Minuten prompt das 0:2. Und als Christian Warnat mal entschlossen auf der rechten Seite antrat und Stefan Oerterer per Kopf das 1:2 erzielte (27.), sorgte das nur kurz für Hoffnung. Eine Minute später verteidigten die Gastgeber einen Eckball miserabel – Nick Rensing schickte den Ball unhaltbar für Sören Stauder zum 1:3 in den Knick (28.).

David Sawatzkis Pausenansprache soll kurz und laut gewesen sein. Nach ein paar Minuten war der Coach zurück auf dem Grün und bereitete Dzenan Pilica, Skander Soltane und Christoph Kasak auf ihre Einwechslung vor. In Minute 57 kam dann auch noch Finn Wortmann.

Wechsel schlagen voll ein
Um es vorwegzunehmen: Es waren Maßnahmen, die fruchteten. Die Spvgg. spielte nicht fehlerfrei, aber sie erhöhte Einsatz, Tempo und Druck. Als Stefan Oerterer in der 62. Minute einen Foulelfmeter zum 2:3 vollstreckte, war wieder Leben in der Bude. Sieben Minute später war alles offen: Finn Wortmann und Moritz Isensee, die schon in der U19 des TSV Marl-Hüls bestens harmonierten, kombinierten wie an der Play-Station: Wortmanns Lupfer über Westfalias Abwehrkette vollendete Isensee mit dem Innenrist zum 3:3 – ganz stark (69.).

Geschlagen waren die Gäste damit noch nicht, dazu war die Erkenschwicker Defensive auch weiterhin nicht abgeklärt und konsequent genug. Vor allem Einwechselspieler Kebba Touray boten sich vorzügliche Möglichkeiten, einmal trat er den Ball vorbei, einmal parierte Sören Stauder.

Oerterer trifft zum dritten Mal – wieder per Kopf
Die größte offensive Wucht zeigte in der Schlussphase aber die Spvgg. Erkenschwick. Finn Wortmann schickte ein Zuspiel auf den Flügel umgehend in den Strafraum, wo Stefan Oerterer heranrauschte und zum 4:3 traf (84.). Per Kopf wie beim 1:2 – das sieht man vom Recklinghäuser auch nicht alle Tage.

Unter Dach und Fach war der „Dreier“ damit nicht. Noch in der Nachspielzeit gab es zwei, drei brenzlige Szenen im Erkenschwicker Strafraum zu überstehen. Als draußen alles, was zu Schwarz-Rot hielt, „Abpfeifen!“ oder „Feierabend!“ brüllte, konterte die Spvgg. noch einmal: Christian Warnat drosch den Ball in der Nachspielzeit zum 5:3 ins Netz (90.+4). Für Schiedsrichter Marius Lehmann das Signal, den turbulenten Fußballnachmittag am Stimberg tatsächlich zu beenden.

Spvgg. Erkenschwick - Westfalia Kinderhaus 5:3 (1:3)
spvgg erkenschwick 2014westfalia kinderhausSpvgg.: Stauder – Warnat, Ovelhey, Tottmann (46. Kasak), Keysberg – Gökdemir (46. Pilica), Sarikiz (57. Wortmann), Rottmann (46. Soltane), Schuwirth, Isensee, Oerterer - Trainer: David Sawatzki
Tore: 0:1 Fabian Witt (5.), 0:2 Daniel Schürmann (19.), 1:2 Stefan Oerterer (26.), 1:3 Nick Rensing (28.), 2:3 Stefan Oerterer (63, Foulelfmeter), 3:3 Moritz Isensee (69.), 4:3 Stefan Oerterer (85.), 5:3 Christian Warnat (90.+4)
Schiedsrichter: Marius Lehmann (Lippstadt)
Zuschauer: 159 (Jule-Ludorf-Sportanlage)

 
ESV-Torschützen gegen SC Westfalia Kinderhaus
Insgesamt sechs Spieler erzielten die 9 Treffer gegen Kinderhaus:
  • oerterer17 768x3823 Tore: Stefan Oerterer,
  • 2 Tore: Andreas Ovelhey,
  • 1 Tor: Skandar Soltane, Jyhad Saklawi, Moritz Isensee, Christian Warnat
 

Quellenverzeichnis:

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