vfl theesen
Bisher standen sich die beiden Mannschaften in zwei Meisterschaftsspiele gegenüber: 
SPIEL 1: Westflenliga 2. Spieltag, Sonntag, 13. September 2020, 15 Uhr (Stimberg-Stadion)

Spvgg. zu früh im roten Bereich

pilica dzenan 2E-Autos gelten zwar als neu, aber auch als noch nicht ausgereift. Es mangelt an der nötigen Reichweite. Auch der Akku bei der Spvgg. Erkenschwick war am Sonntag gegen VfL Theesen zu früh leer.

Erkenschwicks Trainer David Sawatzki war so schlau, die mangelnde Mobilität seiner Mannen in den Schlussminuten nicht alleine auf die unfreiwillige Trainingspause zu schieben, die sein Team hatte wegen Coronafällen beim Pokalgegner SV Schermbeck einlegen müssen. Denn was gegen einen zunächst biederen, am Ende angriffslustigen Gegner auch fehlte, war eine Portion Cleverness. Die knapp 200 Zuschauer (es wurden 162 Zahlende zum Saisonstart gezählt) hatten dabei zunächst große Hoffnung haben dürfen, dass ihrem Team ein guter Start in die Saison gelingen würde. Die Liga, der Gegner, der eigene Leistungsstand – alles war irgendwie nicht so ganz klar gewesen vor Anpfiff.

Gegner VfL Theesen wartet erst einmal ab

Mit Anpfiff jedoch entwickelte sich eine ziemlich einseitige Partie, in die der Gast tief stand und die Gastgeber gewähren ließ. Es war ein taktischer Schachzug, der aus der Not geboren war. Theesens Co-Trainer Timo Niermann, der den urlaubenden Chefcoach Andreas Brandwein vertrat, hatte kurzfristig einige Ausfälle zu beklagen und ließ sein Team daher erst mal abwarten. Theesen ließ nicht viel zu, trug aber auch lange nichts zum Spiel bei, sodass die Gastgeber immer wieder anrannten, aber wenige Abschlüsse zustande brachten. Wie man den VfL-Riegel aushebeln konnte, zeigten die Schwarz-Roten in Minute 27: Skandar Soltanes Traumpass in die Tiefe verwandelte Enes Kaya überlegt zur verdienten Führung. Kurz darauf hatte Finn Wortmann sogar das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber im letzten Moment geblockt. Das erste offensive Lebenszeichen der Gäste war in Minute 41 zu notieren, als Marvin Höner halbrechts im Strafraum auftauchte, aber verzog.

Nach der Pause schaltet Erkenschwick zu früh ab
Die „Schwicker“, bei denen die Ergebnisse der Coronatests negativ waren, schienen mit dem 1:0 zufrieden, setzten nach Wiederanpfiff nicht mehr energisch genug nach und waren auch gedanklich nicht immer so flott, wie es vonnöten gewesen wäre. So kamen die Gäste aus Bielefeld plötzlich zu einigen klaren Gelegenheiten, etwa durch Jannis Wehmeier, bei dessen Kopfball sich Sören Stauder im Tor ganz lang machen musste (53.).

Ovelhey verliert das entscheidende Laufduell
Beim 1:1 halfen die Platzherren mit: Bei einem langen Ball auf Höner ließ sich Andreas Ovelhey in ein Laufduell verwickeln, das der Erkenschwicker Innenverteidiger Meter um Meter verlor. Den Zeitpunkt, den Ball auf seinen Keeper zurück zu passen, verpasste Ovelhey wie den für ein Foulspiel – Höner entwischte, lief an Stauder vorbei und schob zum 1:1 ein (56.). Erkenschwick wackelte fortan weiter, Entlastung fand kaum noch statt. Sami Bouachria blockte einen gefährlichen Schuss von Höner gerade noch rechtzeitig (67.), dann stand erneut Keeper Stauder im Mittelpunkt: Nach einem Ballverlust von Skandar Soltane war Finn Jaster frei vor ihm aufgetaucht (76.). Am Ende blieb es beim 1:1 –weil auch Theesen nicht mit letzter Konsequenz auf Sieg spielte. 

Quelle: Olaf Krimpmann/24vest/Fotocredit: Olaf Krimpmann

Spvgg. Erkenschwick - VfL Theesen 1:1 (1:0)
spvgg erkenschwick 2014vfl theesenSpvgg.: Stauder - Bouachria, Klakus, Ovelhey (72. Kasak), Warnat (62. Schuberth) - Pilica, Gökdemir - Soltane, Wortmann (77. Stöhr), Seklawi (66. Sarikiz) - Kaya - Trainer: David Sawatzki

  • Tore: 1:0 Enes Kay(27.), 1:1 Marvin Höner (56.)
  • Schiedsrichter: Sven Wensing (Ahaus)
  • Zuschauer: 200
 
 SPIEL 2: Westfalenliga 10. Spieltag, Sonntag, 31. Oktober 2021, 15 Uhr (BIERKA-Sportpark)

Fans trumpfen mit Schock-Kostümen auf, Spvgg. schockt fast den Trainer
Das Westfalenliga-Spiel der Spvgg. Erkenschwick beim VfL Theesen am 31. Oktober hatte viel zu bieten, darunter den einen oder anderen sportlichen Schockmoment. Auf den einer gerne verzichtet hätte.
Trainer David Sawatzki wäre ein weit geruhsamerer Nachmittag lieber gewesen. „Aber wann hat es den mit der Spvgg. Erkenschwick je gegeben?“, fragte der Trainer bei der Rückfahrt aus Theesen.
Die gute Nachricht: Sein Team schrieb die jüngste Erfolgsgeschichte fort. Der Haken: Fast hätten die „Schwicker“ noch eine 3:0-Führung abgegeben. Am Ende aber stand ein umjubelter 4:3-Arbeitssieg.
„Das ist die Gefahr beim Fußball, wenn du deutlich führst: Du läufst auf einmal einen Schritt weniger, tust nicht mehr so viel. Aber in dieser Liga kann sich jede Mannschaft in ein Spiel zurück kämpfen. So auch Theesen: Die haben gemerkt, hier geht vielleicht noch was“, so der Trainer.


Geschwindigkeit war der Schlüssel zum Erfolg
Dabei waren die Gäste die Sache seriös angegangen. Sawatzki hatte bei Theesen ein Geschwindigkeitsproblem in der Abwehr ausgemacht, was sein Team nutzen sollte. In der 35. Minute schaffte dies Finn Wortmann in Perfektion: Von der Außenposition kommend, zog Wortmann mit Dampf in den Strafraum und überlistete Theesens Schlussmann mit einem sehenswerten Chip zum 0:1.
Wortmanns Schnelligkeit wurde Theesen auch in Minute 56 zum Verhängnis: Nur per Foulspiel konnte der „Schwicker“ gefoult werden, Jan Binias traf vom Elfmeterpunkt zum 0:2. Als Arian Schuwirth, ebenfalls von außen kommend, ebenfalls mit einem gechippten Ball, das 0:3 erzielte (57.), schien das Spiel entschieden. Weit gefehlt.


Während die Gäste nun in den Schongang schalteten, versuchten die Gastgeber das schier Unmögliche. Und hatten damit fast Erfolg: Das 1:3 war höchst vermeidbar (ein Ballverlust nach einem eigenen Eckball), hatte aber zur Folge, dass die Platzherren noch mutiger wurden. Nach dem 2:3 (71.) schien die Partie wieder völlig offen.

Zwei Foulelfmeter für die Gäste vom Stimberg
Die Gäste aber zogen dann selbst den Kopf aus der Schlinge. Zweimal stand mit Skandar Soltane nun ein Spieler im Brennpunkt, der ebenfalls über Geschwindigkeit kommt. Erst wurde Theesens Kalo Önen per Ampelkarte vom Feld gestellt, als er sich gegen Soltane nur mit einem Foulspiel zu helfen wusste. Dann drang Erkenschwicks Nummer 10, erst in der 65. Minute für den fleißigen, aber diesmal im Abschluss glücklosen Stefan Oerterer gekommen, in Theesens Strafraum an und wurde gefoult. Diesmal trat Dzenan Pilica an und traf zum 3:4 (84.).

Theesens Anschlusstreffer zum 3:4 (90. + 5) sorgte in den Schlusssekunden noch einmal für unfreiwillige Spannung auch unter den mitgereisten Fans, die Halloween gruselig kostümiert feierten – aber auch ihnen war der Schreck ob des beinahe vergeigten Führung gehörig in die Glieder gefahren.

Quelle: Olaf Krimpmann / Stimberg-Zeitung

VfL Theesen - Spvgg. Erkenschwick 3:4 (0:1)
Svfl theesenspvgg erkenschwick 2014pvgg.: Stauder – Weßendorf, Kasak (46. Heine), Ovelhey, Tottmann – Pilica, Isensee, Wortmann (85. Sarikiz), Schuwirth, Binias (73. Klakus) – Oerterer (65. Soltane) - Trainer: David Sawatzki
Tore: 0:1 Finn Wortmann (35.), 0:2 Jan Binias (56. Foulelfmeter), 0:3 Arian Phil Schuwirth (57.), 1:3 Finn Jaster (64.), 2:3 Ulas Duran (71.), 2:4 Dzenan Pilica (84. Foulelfmeter), 3:4 Wilko Bruns (90. + 5)
Schiedsrichter: Moritz Ludorf (Münster)
Zuschauer: 130 (BIERKA-Sportpark)
Gelb-Rote Karte: für Kalo Önen (Theesen) in der 80. Minute wegen wiederholten Foulspiels

 
ESV-Torschützen gegen VfL Theesen

Insgesamt fünf Spieler erzielten 5 Treffer gegen Theesen:

  • 1 Tor: Enes Kaya, Finn Wortmann, Jan Binias, Arian Phil Schuwith, Dzenan Pilica. cropped Kaya 1
 

Quellenverzeichnis:

 

 

 

 

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